Carolabrücke, Stahleisenbahnbrücke in Bad Schandau und Rathmannsdorf, Deutschland
Die Carolabrücke ist eine 187 m lange Eisenbahnbrücke aus Stahl über die Elbe bei Stromkilometer 11,86 zwischen Krippen (Bad Schandau) und Wendischfähre (Rathmannsdorf). Ihr Strombereich hat drei Öffnungen: 52,0 m in den Randfeldern und 83,2 m im mittleren Feld, wo ein Stabbogen mit senkrechten Hängern den Trogquerschnitt aussteift. Sandsteinpfeiler und -säulen markieren die Enden der Strombrücke.
Die Brücke wurde 1874 begonnen und 1877 fertiggestellt, ursprünglich mit separaten Strukturen für Eisenbahn- und Straßenverkehr. In den 1990er Jahren erfolgte eine umfangreiche Sanierung, bei der die Eisenkonstruktion durch einen modernen Bogentwurf ersetzt wurde.
Namensgeberin ist die sächsische Königin Carola (1833–1907), die 1873 den Thron bestieg; die tschechischen Quellen nennen sie ausdrücklich. Züge befahren die Brücke bis heute auf der Strecke Bautzen–Bad Schandau; vom Ufer bei Stromkilometer 11,86 zwischen Krippen und Wendischfähre ist die Überfahrt zu sehen.
Die Brücke dient nur dem Eisenbahnverkehr; man sieht sie aus einem Zug der Strecke Bautzen–Bad Schandau oder von den Ufern der Elbe darunter. Im Strombereich beträgt die lichte Höhe 6,53 m beim höchsten schiffbaren Wasserstand, Schiffe passieren das mittlere Feld mit 83,2 m Stützweite.
Die beiden Strompfeiler sind auf Holzpfählen tief gegründet, die Pfeiler der Vorlandbrücken dagegen flach. Die Brücke quert die Elbe bei Stromkilometer 11,86; die lichte Höhe beträgt 6,53 m beim höchsten schiffbaren Wasserstand. Seit Ende 2024 prüft die Deutsche Bahn, ob die Carolabrücke vorübergehend auch dem Straßenverkehr dienen kann.
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