Bürogebäude Heerstraße 12–16, Bürogebäude in Westend, Deutschland
Das Bürogebäude Heerstraße 12–16 ist eine zweiteilige Anlage an der Heerstraße im Berliner Ortsteil Westend, entworfen von Paul Emmerich und Paul Baumgarten und 1938–1941 errichtet. Der westliche Teil (Nr. 16) wurde im November 1939 für die Philipp Holzmann AG fertiggestellt; der größere östliche Teil (Nr. 12–14) wurde im Januar 1941 von der Reichsjugendführung bezogen. Eine Brandmauer trennte beide Abschnitte; der zur Bayernallee gelegene Flügel wurde 1945 großteils zerstört und 1958 wieder aufgebaut.
Der Westteil (heute Heerstraße 16) entstand für die Philipp Holzmann AG, die zugleich Bauherr und Bauausführende war: Grundsteinlegung am 14. Dezember 1938, Fertigstellung im November 1939. Der größere Ostteil (Heerstraße 12–14) wurde für die Reichsjugendführung der Hitlerjugend errichtet und im Januar 1941 bezogen. Im April 1945 leisteten Volkssturm und minderjährige Hitlerjungen hier der Roten Armee Widerstand; der Flügel zur Bayernallee wurde großteils zerstört und 1958 wieder aufgebaut.
Das Gebäude steht unter Denkmalschutz und spiegelt die Bauweisen wider, die in diesem Stadtteil verankert sind. Besucher können an der Fassade ablesen, wie Berliner Architekten damals Arbeitsräume und städtisches Design miteinander verbanden.
Das Gebäude liegt in einem zentralen Bereich des Westend-Viertels und ist leicht über öffentliche Verkehrsmittel erreichbar. Als geschütztes Denkmal kann man die Fassade von der Straße aus betrachten und die architektonischen Besonderheiten beobachten.
In den 1970er und 1980er Jahren befand sich im Gebäude die Berliner Entlausungsstelle: Kleidung für Ost-Berlin oder die DDR wurde mit einem übelriechenden Desinfektionsmittel behandelt, ein beiliegender Zettel abgestempelt und die Stücke anschließend erneut gewaschen.
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