Burschenschaftsdenkmal, Monument auf der Göpelskuppe in Eisenach, Deutschland
Das Burschenschaftsdenkmal ist ein rundes Steingebäude auf dem Göpelskuppe-Hügel, das sich etwa 33 Meter hoch erhebt und von neun Säulen umgeben ist. Diese Säulen stützen ein Dachgebälk mit eingemeißelten Inschriften, während das Innere Statuen deutscher Persönlichkeiten aus dieser Zeit enthält.
Die Pläne für ein Burschenschaftsdenkmal in Eisenach gehen auf Juni 1870 zurück, als ein Ausschuss Spenden für eine lebensgroße Lutherstatue sammelte. Nach 1871 wurde das Ziel auf alle Männer erweitert, die zur Einigung Deutschlands beigetragen hatten. Der 33 Meter hohe Entwurf des Architekten Wilhelm Kreis wurde am 22. Mai 1902 eingeweiht, nachdem ein Sturm den im Bau befindlichen Bau hatte einstürzen lassen; die Gesamtkosten betrugen rund 250.000 Mark.
Das Denkmal war als Nationaldenkmal der Deutschen Burschenschaft gedacht, und seine Einweihung 1902 gestaltete sich zu einem allgemeinen Deutschen Burschenschaftsfest, an dem auch Burschenschaften der Technischen Hochschulen und österreichische Burschenschaften teilnahmen. Eine Huldigungsdepesche an Kaiser Wilhelm II., selbst überzeugter Corpsstudent, wurde nur kühl beantwortet; bis 1915 verzichteten die Burschenschaften auf weitere Ergebenheitsadressen und intensivierten stattdessen die Bismarckverehrung.
Der Ort liegt oben auf einem Hügel und ist zu Fuß erreichbar, bietet aber auch Parkplätze für Besucher mit Auto. Es ist sinnvoll, bequeme Schuhe zu tragen, da der Aufstieg steil sein kann und der Ausblick von oben den Aufwand lohnt.
Das Deckenbild im Inneren von Otto Gussmann zeigt den Kampf der nordischen Götter gegen dunkle Dämonen. Es wurde 2006 restauriert, nicht 2007, nachdem die zugemauerten Fenster in der DDR-Zeit die Belüftung blockiert und es beschädigt hatten. Das Denkmal war zudem für eine Sprengung vorgesehen und später als Volkssternwarte im Gespräch.
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