Burse, Mittelalterliches Universitätsgebäude in Tübingen, Deutschland
Die Burse ist ein Backsteingebäude mit Fachwerk-Fassade und rosa Farbtönen, das sich erhöht über dem Neckar-Fluss in der Südstadt Tübingens befindet. Das vierstöckige Gebäude mit Satteldach beherbergt seit 1971 das Philosophische Seminar und das Institut für Kunstgeschichte der Universität.
Das Gebäude wurde zwischen 1478 und 1482 erbaut, um junge Gelehrte im Alter von 14 bis 16 Jahren in Grundlagenfächern zu unterrichten, bevor sie ihr höheres Studium begannen. Von 1803 bis 1805 diente es als erstes Universitätskrankenhaus Tübingens, eine neue Rolle in der medizinischen Geschichte der Stadt.
Der Name 'Burse' stammt vom lateinischen Wort für Börse oder Kasse und bezieht sich auf die Gemeinschaftskasse der Studierenden, die hier zusammenlebten. Das Gebäude war ein Ort des studentischen Lebens, wo junge Menschen nicht nur lernten, sondern auch gemeinsam aßen und wohnten.
Das Gebäude liegt an der Bursagasse 1 in der Nähe des Flusses und ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln leicht zu erreichen. Der Standort bietet einen ruhigen Zugang zum Neckar-Ufer und zu weiteren historischen Orten in diesem Teil der Stadt.
Das Gebäude verbindet zwei völlig unterschiedliche Kapitel seiner Geschichte: Es war zuerst ein Lernort für Kinder und dann kurzzeitig ein Ort der Heilung während einer schwierigen Zeit. Der Dichter Friedrich Hölderlin war einer der Patienten, die hier zeitweise untergebracht waren.
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