Eberhardsbrücke, Straßenbrücke in Tübingen, Deutschland.
Die Eberhardsbrücke überquert den Neckar mit zwei Bögen und misst etwa 81 Meter in der Länge, wobei sie besonders breite Gehwegen für Fußgänger bietet. Das Bauwerk verbindet verschiedene Stadtteile und ist Teil des zentralen Verkehrssystems Tübingens.
Das ursprüngliche Bauwerk an dieser Stelle war eine Steinbrücke mit fünf Bögen, die zwischen 1482 und 1489 erbaut und etwa 400 Jahre lang genutzt wurde. Die alte Brücke wurde 1899 abgerissen und durch das heutige Bauwerk ersetzt.
Die Brücke ist nach Graf Eberhard im Bart benannt, dem Gründer der Universität Tübingen, was die enge Verbindung zwischen der Stadt und ihrer akademischen Tradition zeigt. Dieser Name erinnert die Besucher täglich an die historische Bedeutung der Universität für die Stadtentwicklung.
Der Übergang wird von mehreren Buslinien genutzt und verfügt über gekennzeichnete Bereiche für Busse und Fahrräder, was die Überquerung für verschiedene Verkehrsteilnehmer deutlich macht. Fußgänger können die breiten Gehwege gut nutzen, um den Fluss sicher zu überqueren.
Während des Zweiten Weltkriegs entging die Brücke der geplanten Zerstörung durch eine Ablenkungsmaßnahme eines lokalen Gastwirts, der verhinderte, dass die Wehrmacht sie sprengte. Diese ungewöhnliche Rettungsgeschichte ist heute wenig bekannt, macht aber deutlich, wie Zivilpersonen das Schicksal von Städten beeinflussten.
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