Büsing-Palais, Neobarockes Stadtpalais in Offenbach am Main, Deutschland
Das Büsingpalais ist ein zweigeschossiges neobarockes Stadtpalais unter einem schiefergedeckten Mansardwalmdach, dessen verputzte Fassade durch Werksteingesimse und segmentbogige Fensterlaibungen gegliedert wird. Auf der Parkseite läuft über die ganze Breite eine Terrasse, abgeschlossen durch eine Sandsteinbalustrade und erreichbar über einen Treppenaufgang, den zwei liegende Löwen flankieren, die den Luftangriff von 1943 überstanden. Eingeschossige Kolonnadenzwischenbauten verbinden den Hauptbau mit zwei niedrigeren Pavillons an der Herrnstraße.
Peter Bernard und Johann Georg d'Orville ließen hier in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts ein Herrenhaus mit Landschaftsgarten errichten; 1775 verbrachte Goethe mit Lili Schönemann einen Sommer darin. 1891 ging der Besitz an Adolf Freiherr von Büsing-Orville, der ab 1899 den Architekten Wilhelm Manchot mit dem Ausbau zu einem neobarocken Stadtpalais beauftragte, wodurch der heutige Name entstand. 1921 erwarb die Stadt Offenbach das Gebäude und nutzte es als Rathaus; ein Luftangriff im Dezember 1943 ließ nur die Außenmauern stehen. Die Seitenflügel wurden 1952/53 wiederaufgebaut, der Hauptflügel 1982–84.
Der Name des Palais geht auf Adolf Freiherr von Büsing-Orville zurück, dessen Mutter aus der Familie d'Orville stammte; er ließ das Herrenhaus ab 1899 durch Wilhelm Manchot zu einem neobarocken Stadtpalais ausbauen. Vor dem Ersten Weltkrieg schufen Rudolf und Otto Linnemann aus Frankfurt Farbverglasungen für das Gebäude. Im Sommer finden im Innenhof Konzerte statt.
Teile des Palais werden vom benachbarten Hotel als Tagungsräume und für Veranstaltungen jeglicher Art vermietet, im Innenhof finden im Sommer Konzerte statt. Die parkseitige Terrasse, über den von zwei liegenden Löwen flankierten Treppenaufgang erreichbar, liegt am Büsingpark. Ob die Räume während einer Veranstaltung offen sind, sollte man vorher beim Hotel erfragen.
Die beiden liegenden Löwen an der parkseitigen Treppe überstanden den Luftangriff vom Dezember 1943, bei dem vom Palais nur die Außenmauern stehen blieben. Sie sind aus Sandstein gehauen und stehen am Fuß der Treppe zur Terrasse mit Balustrade – ein Detail, das man bei der Ankunft von der Straße leicht übersieht.
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