Französisch-Reformierte Kirche, Barockkirche im Zentrum von Offenbach am Main, Deutschland
Die Französisch-reformierte Kirche ist eine 1717/1718 erbaute reformierte Kirche in der für hugenottische Bauten typischen Scheunenform; heute steht sie frei zwischen modernen Häusern in der Offenbacher Innenstadt. Ihr heutiges Aussehen geht auf die Renovierung von 1874/1875 zurück: eine weiße neobarocke Fassade mit terrakottaroten Einfassungen, Bogenfenster mit roten Rahmen, ein rotes Gesims mit zwei spitzen Aufsätzen, ein quadratisches Uhrgeschoss mit schwarzem Zifferblatt und goldenen römischen Zahlen sowie ein steiler Schieferhelm. Das Innere ist reformiert schmucklos.
Der Bau begann 1717 und wurde 1718 fertiggestellt, um ein religiöses Zentrum für französische Flüchtlinge zu schaffen. Das Gebäude steht seit damals an derselben Stelle und hat zahlreiche Veränderungen der Stadt miterlebt.
Die Gemeinde wurde 1699 gegründet, nachdem Graf Johann Philipp von Isenburg-Offenbach den hugenottischen Flüchtlingen 1698 Privilegien zugesichert hatte. 1718 wurde der erste Gottesdienst in französischer Sprache im eigenen Kirchenbau gehalten, 1999 feierte die Gemeinde ihr 300-jähriges Bestehen. Sie ist Mitglied der Deutschen Hugenotten-Gesellschaft.
Die Kirche ist im Zentrum leicht zu erreichen und liegt in der Nähe von Bushaltestellen und dem Stadtzentrum. Besucher sollten beachten, dass Gottesdienste und Führungen zu bestimmten Zeiten stattfinden und es ratsam ist, vorher die Öffnungszeiten zu überprüfen.
Die Kirche wurde in der für Hugenotten typischen Scheunenform errichtet, sodass sich ihr ursprüngliches Äußeres in die Wohnhäuser der Herrnstraße einfügte. Die heutige neobarocke Fassade geht auf eine Renovierung von 1874/1875 zurück; freistehend wurde der Bau erst nach den Bombenangriffen und dem Abriss der Nachbarhäuser.
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