Lili-Tempel, Klassizistischer Badetempel in Offenbach am Main
Der Lili-Tempel ist ein Neoklassizistisches Badhaus in Offenbach am Main, das ein Rotundafoyer mit Grotte und einen ionischen Portikus zum Garten hin aufweist. Die Struktur verbindet Badhaus-Funktionalität mit klassischen architektonischen Elementen im Stil des späten 18. Jahrhunderts.
Friedrich Metzler ließ dieses Badehaus 1798 von Architekt Nicolas Alexandre de Salins de Montfort am Mainufer errichten. Das Gebäude entstand in einer Zeit, als Badehäuser in Europa als Orte der Entspannung und des Vergnügens beliebt wurden.
Der Tempel ist nach Anna Elisabeth Schönemann benannt, die Goethe in dem umliegenden Park traf. Dieses Detail verbindet den Ort mit einer bedeutenden literarischen Begegnung der Goethe-Zeit.
Das Gebäude wurde 2004 umfassend restauriert, mit Rekonstruktion der Innendekorationen und ursprünglichen Elemente. Der Besuch ist am besten nach der Hauptverkehrszeit möglich, wenn weniger Besucher vorhanden sind.
Das Granituntergeschoss war ursprünglich direkt mit dem Meno über höhlenartige Öffnungen verbunden, die Badegästen unmittelbaren Wasserzugang ermöglichten. Diese direkte Verbindung zur Wasserkraft verschwand später durch den Bau von Hochwasserschutzmauern.
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