Silbersee in Nürnberg, Stehendes Gewässer im Volkspark Dutzendteich, Nürnberg, Deutschland
Der Silbersee ist ein hufeisenförmiger künstlicher See im nordwestlichen Teil der Baugrube des nie fertiggestellten Deutschen Stadions im Volkspark Dutzendteich in Nürnberg. Er entstand ab 1945, als die Grundwasserhaltung eingestellt wurde und sich die Baugrube mit Wasser füllte. Der See grenzt an den Silberbuck, einen aus Schutt und Sondermüll aufgeschütteten Hügel.
Das Gewässer entstand in den 1930er-Jahren aus einer riesigen Baugrube, die ursprünglich für das Deutsche Stadion vorgesehen war. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Stätte bis 1962 als Deponie genutzt, bevor sie sich in das heutige Naherholungsgebiet verwandelte.
Der See gehört zum Volkspark Dutzendteich und verdankt seinen Namen dem silbrigen Schimmer des Wassers. Der südliche Teil hieß Pionierteich, nach den Pionieren, die dort bis 1951 Schutt ablagerten. An manchen Uferstellen riecht man noch Schwefelwasserstoff, der nach faulen Eiern riecht.
Das Wasser enthält hohe Konzentrationen von Schwefelwasserstoff, daher ist Schwimmen strengstens verboten und der See ist nicht zum Baden geeignet. Besucher sollten sich auf die Wege beschränken und den See nur vom Ufer aus genießen.
Der See liegt im nordwestlichen Teil der U-förmigen Baugrube des nie fertiggestellten Deutschen Stadions; deren südöstlicher Arm wurde zum Silberbuck aufgeschüttet. Die Deponie umfasst 5,53 Mio. m³ Abfall, davon etwa 0,66 Mio. m³ unter dem Wasserspiegel. 1985 belüftete man den Seegrund, um sulfatreduzierende Mikroorganismen zu hemmen; der Schwefelwasserstoffgehalt sank zunächst und stieg seit 1990 wieder an.
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