Hohes Gericht am Lechlumer Holz, Hinrichtungsstätte in Wolfenbüttel, Deutschland
Hohes Gericht ist ein Gedenkort in Braunschweig, an dem Hinrichtungen aus verschiedenen Zeiträumen der deutschen Geschichte stattfanden. Der Platz zeigt sich heute mit steinernen Markierungen und Informationstafeln, die erklären, was an diesem Ort geschah.
Erstmals 1603 als Herzogliches Hauptgericht erwähnt, bestand die Anlage vermutlich schon früher und diente bis Mitte 1759 als Hauptrichtstätte des Fürstentums Braunschweig-Wolfenbüttel. Unter den Herzögen Heinrich Julius und August dem Jüngeren wurden hier viele der Hexerei Beschuldigte verbrannt oder enthauptet. 1759 aufgegeben und auf den Wendesser Berg verlegt, wurde sie 1964 wiederentdeckt und ab 1981 wiederhergestellt; 1986 wurde ein Gedenkstein aufgestellt.
Der Name Hohes Gericht stammt vom wüst gefallenen Dorf Lechede; die Kuppe hieß zunächst Stöckheimer Streithorn, nach der Bewaldung Streithorst. Unter den Herzögen Heinrich Julius und August dem Jüngeren wurden hier als Hexen und Zauberinnen Verurteilte verbrannt oder enthauptet; ein Calendarium vermerkt, dass allein 1590 an einem Tag 10, 12 und mehr gebrannt wurden.
Der Ort ist von der Innenstadt Braunschweigs aus über einen gekennzeichneten Weg erreichbar und verfügt über Informationstafeln. Besucher sollten genug Zeit für das aufmerksame Lesen der Erklärungen einplanen, da dies ein ernsthafter Gedenkort ist.
Der Name der Anlage stammt vom wüst gefallenen Dorf Lechede; bevor das Gelände bewaldet war, hieß es Stöckheimer Streithorn. Dem Lübecker Bürgermeister Jürgen Wullenwever wird gelegentlich eine Hinrichtung an diesem Ort zugeschrieben, doch sind weder sein Hinrichtungsort noch der Bestand der Richtstätte für diese Zeit belegt.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 93.992 Mitwirkenden weltweit.