Dammer Bergsee, Geschütztes Seegebiet in Damme, Deutschland.
Der Dammer Bergsee ist ein Schutzgewässer in der Nähe der Stadt Damme in Niedersachsen, das nach Bergbautätigkeiten entstanden ist. Der See wird von Wald und Hügeln umgeben und verfügt über eine ringförmige Wanderstrecke mit Rastplätzen und Aussichtsplattformen.
Der See entstand zwischen 1952 und 1967 als Großer Klärteich des 1967 aufgegebenen Eisenerzbergbaus bei Damme. 1974 bis 1975 begann der Landkreis Vechta mit Aufforstungen. 1991 wollte er den Ton der Abraumhalde als Abdichtung der Deponie Tonnenmoor abtragen lassen; die Botaniker Paul Olberding und Johannes Wagner und die neue Nabu-Kreisgruppe setzten sich für den Erhalt ein, und am 21. April 1995 wurde das Gebiet als Naturschutzgebiet „Dammer Bergsee“ ausgewiesen.
Der See wird extensiv als Angelgewässer genutzt und wurde zu diesem Zweck mehrfach mit Aalen, Barschen, Hechten, Schleien, Spiegelkarpfen, Zandern und verschiedenen Weißfischarten besetzt. Der Name Dammer Bergsee benennt schlicht den See im Höhenzug Dammer Berge, nach dem auch das Naturschutzgebiet heißt.
Der See liegt etwa 2 km nördlich des Dammer Stadtkerns im Höhenzug Dammer Berge. Das Schutzgebiet umfasst 1,05 km² und enthält drei künstlich angelegte Gewässer: den Bergsee, den Kleinen Klärteich und den Ziegeleiteich. Die Wasserstände schwanken saisonal stark, und seit den Trockenjahren 2018 bis 2020 ist der See weiter geschrumpft.
Der See ist keine natürliche Bildung: Er wurde 1952 bis 1967 als Großer Klärteich des Dammer Eisenerzbergbaus ausgehoben, der 1967 aufgegeben wurde. Auf der angrenzenden Abraumhalde, wo die Birkenpflanzung scheiterte, bevor sich ab Ende der 1980er Jahre am Nordrand ein kleiner Birkenwald hielt, wachsen heute Silber- und Golddistel sowie die Ästige Graslilie.
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