German Oil Museum, Technologiemuseum in Wietze, Deutschland.
Das Deutsche Erdölmuseum ist ein Technologiemuseum in Wietze, das sich auf einem früheren Ölfeld befindet und Maschinen sowie Geräte der Erdölförderung zeigt. Das Gelände umfasst Bohrausrüstungen, Pumpensysteme und Messgeräte, die den Prozess der Rohstoffgewinnung dokumentieren.
Das Museum liegt im Kernbereich des einstigen Wietzer Erdölfeldes, wo schon Mitte des 17. Jahrhunderts ölhaltiger Sand in flachen Teerkuhlen ausgewaschen wurde. 1858 wurde am Rand der größten Teerkuhle eine der weltweit ersten Erdölbohrungen niedergebracht, über 2000 weitere folgten. Zwischen 1900 und 1920 war Wietze das produktivste deutsche Erdölfeld und lieferte knapp 80 Prozent der deutschen Förderung; von 1920 bis 1963 wurde Öl auch im Wietzer Ölschacht untertage gewonnen.
Die Erdölgeschichte Wietzes reicht bis 1652 zurück: Ölhaltiger Sand wurde in flachen Teerkuhlen ausgewaschen, das Schweröl als Wagenschmiere, Holzanstrich und Heilmittel verkauft. Daran erinnert das Museum mit der Zeitschrift Ölpost und gelegentlichen Mineralien- und Fossilientauschbörsen.
Die Dauerausstellung umfasst rund 450 m², das Freigelände am Ufer der Wietze etwa zwei Hektar, sodass man zwischen zwei Bereichen wechselt. Das Museum liegt im Kernbereich des einstigen Wietzer Erdölfeldes, westlich von Celle. Im Mai 2023 wurde die neu gestaltete Dauerausstellung eröffnet.
Das Gelände beherbergt einen ursprünglichen Bohrturm von Wintershall aus dem Jahr 1961, der etwa 54 Meter hoch ist und vollständig erneuert wurde. Dieser Turm steht als greifbares Zeugnis für die technische Leistung dieser Epoche und ist eines der beeindruckendsten Bauwerke vor Ort.
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