Stechinelli-Kapelle, Barockkapelle in Wieckenberg, Deutschland
Die Stechinelli-Kapelle in Wieckenberg ist ein roter Backsteinbau mit dunklem Fachwerk in der oberen Fassade unter einem steilen Dach aus orangen Tonziegeln, aus dessen First ein quadratischer, grün patinierter Dachreiter aufsteigt. An einer Seite verläuft eine zurückgesetzte offene Arkade auf grauen Steinsäulen. Innen ist die hölzerne Balkendecke mit dichtem Blattwerk in Ocker und Blau bemalt, und ein weiß-goldener Altar mit zentralem Kruzifix steht über einem roten Antependium.
Die Kapelle wurde 1692 von Francesco Maria Capellini als privates Gotteshaus gegründet, nachdem er die Genehmigung des Herzogs Georg Wilhelm erhielt. Der Herzog verlangte, dass das Gebäude außen wie ein Bauernhaus aussehen sollte.
Der Name der Kapelle erinnert an Francesco Maria Capellini, genannt Stechinelli, den Kaiser Leopold I. 1688 als „von Wickenburg“ in den erblichen Reichsadelsstand erhob. Das Altarretabel zeigt das Allianzwappen Stechinellis und seiner zweiten Frau mit Hut und Rose. In dem Deckengemälde sind mehrere Kinderköpfe zu sehen, die vermutlich Stechinellis Kinder darstellen.
Die Kapelle steht in Wieckenberg, einem Ortsteil der Gemeinde Wietze im Landkreis Celle, und wird weiterhin für evangelische Gottesdienste genutzt. Seit Oktober 2008 ist sie Station auf dem Jakobusweg Lüneburger Heide, den Pilger begehen. Das Gebäude wurde 1911, 1981/82, 2008 und zuletzt 2012/13 restauriert; die Innenausmalung geht auf die Rekonstruktion der zweiten Fassung aus dem 18. Jahrhundert in den Jahren 1981/82 zurück.
Das Deckengemälde zeigt mehrere Kinderköpfe, die vermutlich Stechinellis Kinder darstellen. Der Altarretabel trägt das Allianzwappen Stechinellis und seiner zweiten Frau mit Hut und Rose. Die erste Orgel, 1971 von E. F. Walcker & Cie. mit fünf Registern gebaut, wurde 2020 durch ein neues Instrument im italienischen Stil von Jörg Bente mit sechs Registern ersetzt.
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