Deutsches Salzmuseum, Salzproduktionsmuseum in Lüneburg, Deutschland.
Das Deutsche Salzmuseum ist ein Museum und Architekturdenkmal in Lüneburg, untergebracht in einer ehemaligen Siedehütte aus dem Jahr 1924, die zum Komplex der Lüneburger Saline gehörte. Das Gebäude mit seinen hohen Decken und der schlichten Industrieform ist weitgehend im Originalzustand erhalten.
Die Saline Lüneburg war der älteste und einst größte Industriebetrieb Mitteleuropas. Die Produktion an diesem Ort endete mit der Stilllegung der Saline im Jahr 1980; das Deutsche Salzmuseum entstand im ehemaligen Siedehaus. 1991 erhielt das Museum den Museumspreis des Europarates.
Die Dauerausstellung nutzt einen Teil des Siedehauses, Sonderausstellungen finden im Eselstall statt, der von einem westlicheren Standort hierher versetzt wurde; sein älterer Teil stammt wohl von 1852 und gehörte zur chemischen Fabrik der Saline. Im Sommer zeigen Mitarbeiter in historischer Kleidung in einem nachgebauten Teil einer mittelalterlichen Siedehütte das Salzsieden an mit Holz befeuerten bleiernen Pfannen.
Das Museum nutzt das ehemalige Siedehaus und den südlich davon auf einem Rest der Stadtumwallung wiederaufgestellten Eselstall; daneben stehen die Solebehälter des frühen 19. Jahrhunderts. Der Standort ist nur eingeschränkt rollstuhlgängig, daher sollten sich Besucher mit Mobilitätsbedarf vorher erkundigen. Sonderausstellungen finden im Eselstall statt, die Dauerausstellung in einem Teil des Siedehauses.
Unter Lüneburg befindet sich ein riesiges unterirdisches Salzvorkommen, dessen langsames Auflösen über Jahrhunderte dazu geführt hat, dass der Boden in Teilen der Altstadt abgesunken ist, was die schiefe Lage mancher historischer Gebäude erklärt. Das Museum thematisiert auch diesen geologischen Prozess, der das Stadtbild bis heute beeinflusst.
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