Dorfkirche Alt-Tegel, Protestantische Kirche in Tegel, Deutschland.
Die Dorfkirche Alt-Tegel ist ein protestantisches Kirchengebäude in Berlins Bezirk Reinickendorf mit neoromanischer Architektur aus Sandstein. Das Gebäude verfügt über eine bronzene Eingangstür mit ornamentalen Mustern, die der Metallhandwerker Ottomar Holdefleiss gestaltete, und bietet Platz für etwa 600 Besucher.
Das heutige Gebäude wurde zwischen 1911 und 1912 vom Architekten Jürgen Kröger errichtet und ersetzte drei frühere Kirchenstrukturen an diesem Platz. Die erste Kirche an dieser Stelle war eine Holzkirche aus den 1240ern, was zeigt, dass das Grundstück über sieben Jahrhunderte Ort religiöser Versammlung ist.
Die Kirche ist Zentrum des Gemeindelebens in Alt-Tegel mit regelmäßigen Gottesdiensten für ihre protestantische Gemeinde. Der alte Friedhof auf dem Gelände bewahrt Gräber von Menschen, die die Berliner Geschichte geprägt haben.
Die Kirche steht auf dem alten Dorfplatz von Alt-Tegel im Norden Reinickendorfs und ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Die offene Eingangshalle ist eine dreibogige Arkade mit seitlichen Treppentürmchen, der Innenraum bietet 600 Plätze. Der 1874 geschlossene Kirchhof wird noch heute durchquert, um das Kriegerdenkmal an der Südseite zu erreichen.
Im Nordosten des Kirchhofs steht ein einzelnes Grab, gekrönt von einer marmornen Urne und geschmückt mit einer Tafel mit Porträtmedaillon. Hier liegt Wilhelmine Anne Susanne von Holwede, geborene Colomb, gestorben 1784, eine Schwester von Marie-Elisabeth von Humboldt und damit Tante von Wilhelm und Alexander von Humboldt. An der Südseite befinden sich der Gedenkstein des Dorfchronisten August Wietholz (1869–1949) und das Grab des Kommunalpolitikers Johann August Friedrich Wilke (1811–1874).
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