Herz-Jesu-Kirche, Pfarrkirche in Tegel, Deutschland
Die Herz-Jesu-Kirche ist eine neugotische Backsteinkirche in der Brunowstraße 37 in Tegel. Ihre Front verbindet einen quadratischen Turm mit Uhr und hoher, mit hellgrünen Kupferplatten verkleideter Spitze mit einem Staffelgiebel, der weiß verputzte Blenden und Fialen trägt. Der Innenraum ist eine dreischiffige Pfeilerbasilika mit Kreuzrippengewölbe und ohne Querschiff.
Die Tegeler Katholiken feierten 1894 erstmals Messe in einem Schulzimmer, ab 1899 sechs Jahre lang im Tanzsaal eines Restaurants. Ein Kirchenbauverein sammelte 1.000 Mark, das Bistum Breslau bewilligte 9.000 Mark, sodass 1902 ein 2.367 m² großes Grundstück gekauft werden konnte. Der Grundstein wurde am 14. August 1904 gelegt, die Kirche am 7. Mai 1905 benediziert und am 16. Juni 1936 konsekriert. Am 1. Juni 1920 wurde Tegel selbstständige Pfarrei.
Die Gemeinde trägt den Namen Jesu Christi, seinem Herzen wurde die Kirche bei der Benediktion am 7. Mai 1905 geweiht. Der Lehrer Max Jähnert gründete einen Kirchenchor und gab sonntags Konzerte in Brandenburg und Mecklenburg, um das Geld für die erste Orgel zusammenzubekommen. Seit dem 1. Juli 2004 sind die Gemeinden St. Joseph und St. Marien wieder an Herz Jesu angegliedert.
Der Ort befindet sich in der Gegend von Tegel und ist zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Besucher sollten sich informieren, ob Besichtigungen außerhalb der Gottesdienste möglich sind.
Das spitze Zeltdach des Turms ist mit Kupferblech gedeckt, das mit der Zeit grün anläuft. Die Glockengießerei Otto in Hemelingen goss 1904/1905 und 1928 Glocken für die Kirche; von den drei Glocken von 1904/1905 wurden zwei im Ersten Weltkrieg für Rüstungszwecke eingeschmolzen, nur die kleine a-Glocke überstand beide Weltkriege.
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