Dorfkirche Gatow, Kirche in Gatow, Spandau, Deutschland
Die Dorfkirche Gatow besteht aus vier deutlich unterscheidbaren Teilen verschiedener Bauzeiten, erkennbar am Wechsel von Feldstein und verputztem Ziegelmauerwerk. Der Feldsteinsaal begann Anfang des 14. Jahrhunderts als schmalerer Chor und wurde im 15. Jahrhundert nach Westen verlängert. 1844–1846 kam ein verbretterter Dachturm hinzu, 1869 ein verputztes Altarhaus und 1913 eine Sakristei. Das Hauptportal in der Westwand stammt von 1935 und wurde 1953 als Feldsteinspitzbogenkopie neu gefasst.
Der Feldsteinsaal wurde Anfang des 14. Jahrhunderts begonnen, als Gatow dem Benediktinerinnenkloster Spandau gehörte. Im 15. Jahrhundert wurde der Kern erhöht und nach Westen zu einer Saalkirche verlängert. Nach Reparaturen 1723, 1741 und 1816 folgten 1844–1846 ein verbretterter Dachturm, 1869 ein verputztes Altarhaus und 1913 eine Sakristei. Die Säkularisation brachte das Dorf 1558 an Kurfürst Joachim II.
Das Dorf unterstand dem Benediktinerinnenkloster Spandau, bis es durch die Säkularisation 1558 an Kurfürst Joachim II. und das Amt Spandau kam. Seit der Reformation 1539 ist die Kirche evangelisch und wird bis heute für Gottesdienste genutzt. Gatow, Kladow und Groß Glienicke bildeten bis zum Bau der Berliner Mauer eine Pfarreinheit; 1966 wurde Gatow wieder eine eigenständige Dorfkirchengemeinde, womit der um 1500 bestehende Zustand wiederhergestellt war.
Die Kirche ist mit Bussen aus dem Bezirk Spandau gut zu erreichen, die direkt zum Dorf Gatow fahren. Besucher sollten sich über die lokalen Öffnungszeiten informieren und beachten, dass das Gebäude hauptsächlich während Gottesdienste und Veranstaltungen offen ist.
Die Bronzeglocke im Turm stammt aus dem 14. Jahrhundert; 1953 kamen zwei Glocken aus Eisenhartguss vom Eisenwerk Franz Weeren hinzu. Die Jahreszahl 1350 auf der Wetterfahne, ebenfalls von 1953, wurde willkürlich gewählt und stammt nicht aus den Quellen.
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