Industriemuseum Brandenburg, Technologiemuseum in Brandenburg, Deutschland
Das Industriemuseum Brandenburg ist um den Ofen XII herum entstanden, einen 1967 in Betrieb genommenen Siemens-Martin-Ofen, der 1994 unter Denkmalschutz gestellt wurde. Die weitgehend entkernte und sanierte, an den Recyclingpark Brandenburg verkaufte Ofenhalle beherbergt den erhaltenen Ofen mit seinen Nebenanlagen, Werkstätten, Fahrzeugen und Betriebsküchen. Ein Ausstellungsbereich erläutert die Stahlerzeugung und die Geschichte des Werkes; zum Museum gehören ein Werksarchiv und eine Bibliothek.
1912 kaufte Rudolf Weber ein 800.000 m² großes Gelände zwischen Silokanal und Magdeburger Landstraße und gründete das Weber-Walzwerk; 1914 waren zwei Siemens-Martin-Öfen und ein Blechwalzwerk in Betrieb. Nach 1945 wurde das Werk demontiert, doch 1950 begann der Wiederaufbau, und am 12. Oktober 1967 ging Ofen XII in Betrieb. Im Dezember 1993 erfolgte der letzte Abstich, 1994 wurde Ofen XII unter Denkmalschutz gestellt.
Der Ort trägt den Namen einer industriellen Vergangenheit, die heute noch in den Räumen sichtbar ist. Besucher können nachvollziehen, wie Arbeit und Produktion den Alltag der Region über Generationen hinweg geprägt haben.
Das Gebäude ist leicht zu Fuß erreichbar und bei längeren Besuchstagen sollten bequeme Schuhe getragen werden. Die Ausstellungen sind auf mehreren Ebenen verteilt, daher ist es ratsam, genug Zeit einzuplanen, um alles in Ruhe anzusehen.
Ofen XII, 1967 erbaut, war als Versuchsofen gedacht, um neue Konstruktionselemente zu erproben und mit Vollölbeheizung und Sauerstoffanwendung Spitzenwerte zu erreichen. Bald musste er Planaufgaben erfüllen, und 1994 wurde er als letzter neu erbauter, noch vorhandener Siemens-Martin-Ofen unter Denkmalschutz gestellt.
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