Friedenswarte Brandenburg, Aussichtsturm in Brandenburg an der Havel, Deutschland
Die Friedenswarte ist ein Beobachtungsturm in Brandenburg an der Havel mit zwei separaten Treppenhäusern, die zu insgesamt zehn Aussichtsplattformen führen. Diese Plattformen befinden sich in verschiedenen Höhen und bieten sowohl geschlossene als auch offene Bereiche für den Rundumblick über die Stadt.
Der Turm entstand auf dem Marienberg als Bismarckwarte, angeregt vom Spielwarenfabrikanten Ernst Paul Lehmann nach Plänen von Bruno Möhring; die Grundsteinlegung erfolgte am 1. April 1905, die Eröffnung am 1. April 1908. Ein Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 28. August 1958 benannte ihn in Friedenswarte um, und die Nische mit der Bismarckbüste wurde mit einer Friedenstauben-Reliefplatte von Karl Mertens überdeckt. Am 22. März 1974 wurde der Turm gesprengt und durch den heutigen Bau von Günter Franke und Wolfgang Schoppe ersetzt, der am 7. Oktober 1974 fertiggestellt war.
Am 31. August 1958 beschloss die Stadtverordnetenversammlung, die Bismarckwarte in Friedenswarte umzubenennen. Zugleich wurde die Nische mit der Bismarckbüste von Hugo Lederer verschlossen und mit einer Reliefplatte des Bildhauers Karl Mertens, einer Friedenstaube, überdeckt. Über dem alten Eingang stand die Inschrift „GETREUE / BRANDENBURGER / IHREM BISMARCK“.
Der Aufstieg erfordert etwa 360 Stufen über zwei separate Treppenhäuser, wobei Besucher zwischen aufwärts und abwärts gehenden Wegen wählen können. Die verschiedenen Plattformen ermöglichen es, den Aufstieg in Etappen zu bewältigen und sich zwischen den Stufen Zeit zum Ausruhen zu nehmen.
Das Bauwerk nutzt moderne Materialien wie Chrom-Nickel-Stahl und Glas in seiner Konstruktion, was es von älteren Turmbauten deutlich unterscheidet. Diese zeitgenössischen Elemente prägen das Erscheinungsbild und demonstrieren die bewusste Entscheidung für einen modernen Neubau statt einer reinen Restaurierung.
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