Marienkirche, Romanische Kirche in Brandenburg an der Havel, Deutschland
Die Marienkirche war eine romanische Kirche in Brandenburg an der Havel mit kreuzförmigem Grundriss und vier Ecktürmen. Das Bauwerk hatte an seiner Basis Abmessungen von etwa 31 mal 26 Metern.
Die Kirche wurde zwischen 1222 und 1240 unter Bischof Gernand erbaut und ersetzte einen Tempel an Harlunger Hill, der der slawischen Gottheit Triglaw gewidmet war. Der Bau markierte somit die religiöse Umwandlung der Region vom Heidentum zum Christentum.
Die Kirche war ein wichtiger Wallfahrtsort, wo Pilger aus ganz Europa eine verehrte Marienstatue aufsuchten. Dieses religiöse Leben endete durch die Reformation, die die Bedeutung des Ortes grundlegend veränderte.
Besucher sollten beachten, dass die Kirche 1722 auf Befehl von König Friedrich Wilhelm I. abgerissen wurde, da sie stark beschädigt war und Einheimische sie als Steinbruch nutzten. Heute ist kein Bauwerk an diesem Ort mehr vorhanden.
Das Innere wurde von sechzehn Säulen gestützt, die eine zentrale Kuppel von etwa 18 Metern Höhe trugen. Die Türme ragten etwa 37,5 Meter hoch auf und prägten damit das Bild der Stadt.
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