Livingstonscher Pferdestall, Kulturdenkmal in Westend, Frankfurt, Deutschland
Der Livingstonscher Pferdestall ist ein zweistöckiges Gebäude in der Ulmenstraße 20 mit einer markanten Doppeltor-Arkade, das in Neo-Renaissance-Stil ausgeführt wurde. Die Konstruktion zeigt charakteristische Merkmale dieser architektonischen Periode mit Ziegelfassaden und detaillierten Fensteranordnungen auf beiden Etagen.
Das Gebäude wurde zwischen 1880 und 1882 für den Kaufmann Marks John Livingston errichtet, der nach seiner Rückkehr aus Amerika ein modernes Stallgebäude mit Kutschenremisen und Wohnräumen benötigte. Nach dem Zweiten Weltkrieg verlor es seine ursprüngliche Funktion und wurde zu verschiedenen gewerblichen Zwecken umgenutzt.
Das Gebäude trug lange den Namen des wohlhabenden Kaufmanns, der es errichten ließ, und prägte das Bild der Straße als funktionales Bauwerk. Besucher können heute noch die solide Handwerkskunst der Neo-Renaissance-Fassade sehen, die von einer Zeit spricht, als Pferdeställe zentrale Infrastrukturen für wohlhabende Haushalte waren.
Das Gebäude beherbergt heute ein Restaurant im Erdgeschoss und wird in den oberen Räumen für Veranstaltungen genutzt, daher können Besucher nur bestimmte Bereiche betreten. Es ist empfehlenswert, die Fassade und den Eingangsbereich von außen zu betrachten oder bei geplanten Veranstaltungen oder Mahlzeiten zu kommen.
Das Gebäude verfügte über ein Fahrstuhlsystem, das Kutschen auf die obere Etage beförderte, eine technische Lösung für die räumlichen Grenzen des städtischen Grundstücks. Diese mechanische Vorrichtung war zur Bauzeit eine bemerkenswerte Innovation für die Nutzung von Stallraum in dicht bebauten Stadtvierteln.
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