Dorper Kirche, Kirchengebäude in Solingen
Die Dorper Kirche ist ein Kirchengebäude in Solingen, das in den Jahren 1913 bis 1914 im Stil des Jugendstil erbaut wurde und sich durch seine charakteristische Architektur aus dieser Epoche auszeichnet. Das Bauwerk verfügt über Buntglasfenster aus den 1950er Jahren, eine große Pfeifenorgel mit 30 Registern und ein modernes Heizungssystem, das bei umfangreichen Renovierungen zwischen 2005 und 2008 eingebaut wurde.
Das Gebäude wurde 1913 gegründet, als die wachsende südliche Nachbarschaft eine eigene Kirche brauchte, und öffnete 1914 seine Türen für den Gottesdienst. Nach schweren Bombardierungen im November 1944 und Jahre der Vernachlässigung wurde es 1953 unter Leitung des Architekten Wilhelm Schrader wieder aufgebaut und eröffnet, während eine umfassende Rettungsrenovierung zwischen 2005 und 2008 das Bauwerk für die Zukunft sicherte.
Die Kirche trägt den Namen des Stadtteils Dorp, der sich 1889 mit Solingen vereinigte und das Gemeindeleben prägte. Der Innenraum spiegelt verschiedene Phasen wider: die ursprüngliche schlichte Anordnung mit Altar und Kanzel, die modernen Buntglasfenster von 1953 und die elektrische Orgel aus den 1950er Jahren zeigen, wie sich Gottesdienst und Gemeindenutzung im Laufe der Zeit wandelten.
Das Gebäude ist über den Haupteingang erreichbar, dessen Stahlrahmen während der letzten Renovierung verstärkt wurde, um sichere Zugänglichkeit zu gewährleisten. Im Inneren finden Besucher moderne Einrichtungen wie einen Gemeinschaftsraum, eine kleine Küche und Sanitäranlagen, die während der Restaurierungsarbeiten hinzugefügt wurden.
Ein Stolperstein vor der Kirche erinnert an Dr. Fritz Wieter, einen Pfarrer der 1930er Jahre, der sich während der Nazizeit dem Widerstand anschloss und 1943 im Krieg verschollen ging. Diese kleine Gedenktafel bewahrt das Andenken an seinen Mut und seine Überzeugung in einer Zeit großer Prüfung.
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