Immerath, Ehemaliger Dorfbezirk in Erkelenz, Deutschland
Immerath war ein Ortsteil von Erkelenz in der Region Erkelenzer Börde, gelegen in einem landwirtschaftlich genutzten Gebiet nordwestlich von Köln. Der Ort erstreckte sich über mehrere Quadratkilometer und war bis zu seinem Niedergang ein integraler Bestandteil der lokalen Gemeinde.
Das Dorf wurde erstmals 1144 als Emundrode erwähnt und durchlief mehrere Namenswechsel, bis es im späten 17. Jahrhundert seinen heutigen Namen Immerath erhielt. Seine Existenz endete in den 2010er Jahren durch die Ausweitung des Braunkohleabbaus in der Region.
Die Pfarrkirche St. Lambertus, erbaut zwischen 1888 und 1891, stand als zentrales religiöses Bauwerk bis zu ihrem Abriss 2018.
Der Ort ist heute nicht mehr bewohnt und dient als Gedenkstätte für das Phänomen des Dorfverschwindens durch Rohstoffabbau. Besucher können die Fläche besichtigen, allerdings sollten sie sich der Nähe zum aktiven Bergbaugebiet bewusst sein.
An der Stelle des früheren Dorfes entstand ein Gedenkort mit einer rekonstruierten Kirche, die an die Identität der verschwundenen Gemeinde erinnert. Diese Nachbildung bewahrt das kulturelle Gedächtnis eines Ortes, der dem Bergbau zum Opfer fiel.
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