Kosttor, Mittelalterlicher Torturm in Altstadt-Lehel, Deutschland
Das Kosttor war ein mittelalterlicher Torturm in der Altstadt-Lehel, der an der Kreuzung mehrerer wichtiger Straßen stand. Der Turm bildete einen Verkehrsknotenpunkt, wo Maximilianstraße, Neuturmstraße, Platzl und Falkenturmstraße zusammentrafen.
Das Kosttor wurde 1325 erbaut und war Teil von Münchens zweiter Befestigungsmauer, die die Stadt schützte. Der Turm wurde 1872 abgerissen, als die Stadt sich expandierte und die alten Fortifikationen nicht mehr brauchte.
Der Name Kosttor bezieht sich auf seine Funktion als Verteilstelle für Lebensmittel an Bedürftige und zeigt die mittelalterlichen Sozialstrukturen Münchens. Besucher können diese historische Rolle der Stadt an der Stelle spüren, wo soziales Handeln stattfand.
Ein Gedenkstein mit einer Tafel an der Platzl 5 zeigt, wo die mittelalterliche Pforte einmal stand. Der Standort liegt zentral und ist leicht zu Fuß erreichbar, wenn man die Altstadt erkundet.
Im 15. Jahrhundert wurde eine runde Geschützbastion an die Wehranlage angebaut, um sie gegen moderne Artillerie zu stärken. Diese Verstärkung zeigt, wie Verteidigungen sich an neue Waffentechnologie anpassten.
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