Stadtbefestigung, Mittelalterliche Befestigung in Erkelenz, Deutschland
Die Stadtmauer von Erkelenz ist eine mittelalterliche Befestigung, die in Form einer Birne das Stadtzentrum umschloss und aus mehreren Tortürmen sowie zahlreichen Wachtürmen bestand. Das System schuf eine zusammenhängende Verteidigungslinie, die verschiedene Zugänge zur Stadt kontrollierte.
Der Bau der Stadtmauer begann im 11. Jahrhundert mit einem Erdwall und dauerte rund 160 Jahre. Das innere Brücktor entstand 1355 aus Steinen der zerstörten Burg Gripekoven, gefolgt vom inneren Maartor 1416, dem inneren Oerather Tor 1420, dem äußeren Oerather Tor 1454, dem äußeren Maartor 1459 und dem äußeren Bellinghovener Tor 1514. Zwischen 1816 und 1819 wurde die Befestigung weitgehend niedergelegt; die erhaltenen Teile wurden Mitte der 1950er Jahre restauriert.
Der Backsteinturm, vor seiner Restaurierung in den 1950er Jahren im Volksmund Hexenturm genannt, gehörte zur Burg, die Sitz der Vögte, Garnison und Waffenplatz war. Sein Untergeschoss diente als Folterkeller, und der benachbarte Wolfsturm hieß so, weil das Heulen der durch ein Deckenloch hinabgelassenen Gefangenen an das von Wölfen erinnerte.
Die vier Promenadenstraßen — Nordpromenade, Ostpromenade, Südpromenade und Westpromenade — folgen den im Boden liegenden Mauerfundamenten und zeichnen die birnenförmige Ausdehnung der Innenstadt nach. Der restaurierte Teil von Burg und Stadtmauer liegt an der Nordpromenade und an der Wallstraße. Die Fundamente liegen unter der Oberfläche der Promenaden; der Verlauf ist daher an der Straßenführung selbst abzulesen.
Der Wolfsturm, ein fensterloser rechteckiger Turmstumpf innerhalb der Burg, diente als Burgverlies: Gefangene wurden durch ein rundes Loch in der Decke hinabgelassen, und der Turm hieß so, weil ihr Heulen an das von Wölfen erinnerte. Der heute restaurierte Burgturm wurde lange Hexenturm genannt.
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