Gerichtshöfe, Architekturensemble in Berlin-Mitte, Deutschland.
Die Gerichtshöfe bilden einen großen Gebäudekomplex mit vier Innenhöfen, die durch acht Treppenhäuser miteinander verbunden sind und eines der größten Künstlerhauser Deutschlands im Gesundbrunnen darstellen. Der Bau erstreckt sich über mehrere Etagen und bietet Raum für Hunderte von Arbeitsplätzen in verschiedenen künstlerischen und handwerklichen Bereichen.
Der Komplex wurde ursprünglich als Gerichtsgebäude errichtet, bevor er in den 1980er Jahren von Künstlern besetzt und umgenutzt wurde. Diese Transformation machte ihn zu einem der wichtigsten Zentren für zeitgenössische Kunstproduktion in Berlin.
Mehr als 70 Künstler und Handwerker arbeiten in den Gerichtshöfen und teilen ihre Werkstätten mit Besuchern während regelmäßiger Ausstellungen und Veranstaltungen. Der Ort ist lebendig durch verschiedene künstlerische Disziplinen, die sich dort begegnen und in gemeinsamen Projekten zusammenwirken.
Der Zugang erfolgt durch zwei Haupteingänge an der Gerichtstraße 12-13 und der Wiesenstraße 62, wobei die GESOBAU AG die Verwaltung übernimmt. Besucher sollten beachten, dass es sich um ein noch aktiv genutztes Künstlerhaus handelt, daher sind Rücksichtnahme und vorherige Anmeldung bei Ausstellungen empfehlenswert.
Jeden September öffnet der Komplex seine Türen für das alljährliche Open-Studios-Event, wenn Tausende von Besuchern die Werkstätten durchstreifen. Dieses Festival ermöglicht es, Künstler bei ihrer Arbeit zu beobachten und unmittelbar mit ihnen über ihre Praktiken zu sprechen.
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