St. Katharinen, Gotische Kirche in Neustadt, Brandenburg an der Havel, Deutschland
St. Katharinen ist eine Backsteinkirche im Neustädter Bereich von Brandenburg an der Havel, die mit aufwendigen Terrakottaskulpturen und dekorativen Ziegelmustern an den Außenwänden gestaltet ist. Das Langhaus und der Chor bilden eine große, in sich geschlossene Form, die das Innere großzügig wirken lässt.
Die Kirche ersetzte 1395 einen älteren Feldsteindorf und wurde nach 1381 im Backsteinogotik-Stil errichtet. Der Architekt Hinrich Brunsberg aus Stettin prägte die Konstruktion mit typischen Merkmalen dieser regionalen Bauweise.
Der Name der Kirche verweist auf die Heilige Katharina von Alexandria, eine Schutzheilige für Gelehrte und Studenten. Im Innenraum zeigen sich kunstvolle Details und religiöse Darstellungen, die von der Bedeutung des Ortes für das geistige Leben der Stadt sprechen.
Der Zugang erfolgt über die Neustädter Seite, wo die Hauptfassade dem Betrachter voll zur Geltung kommt. Beste Sichtzustände entstehen am Nachmittag, wenn die Sonne die feinen Backsteinmuster und Terrakottadetails beleuchtet.
Im Dezember 1632 lag der schwedische König Gustav Adolf in der Kirche aufgebahrt, während man auf die Ankunft seiner Königin wartete. Dieses historische Ereignis machte den Ort für eine Zeitlang zum Mittelpunkt europäischer Aufmerksamkeit.
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