St. Katharinen, Gotische Kirche in Neustadt, Brandenburg an der Havel, Deutschland
St. Katharinen ist eine Backsteinkirche im Neustädter Bereich von Brandenburg an der Havel, die mit aufwendigen Terrakottaskulpturen und dekorativen Ziegelmustern an den Außenwänden gestaltet ist. Das Langhaus und der Chor bilden eine große, in sich geschlossene Form, die das Innere großzügig wirken lässt.
Bis 1395 stand hier eine Feldsteinkirche. Nach 1381 begann Hinrich Brunsberg aus Stettin den heutigen Backsteinbau, der 1401 den Heiligen Katharina, Amalberga und Nikolaus geweiht wurde. Die Nordkapelle wurde 1434 geweiht, der Umgang ab 1426 eingedeckt, die Südvorhalle mit Bibliothek im Obergeschoss bis Ende des 15. Jahrhunderts ergänzt. Der Westturm wurde nach dem Einsturz seiner Nordhälfte 1582 neu errichtet.
Die Kirche ist der heiligen Katharina, der heiligen Amalberga von Maubeuge und dem heiligen Nikolaus von Myra geweiht. Der Flügelaltar von 1474 aus der Werkstatt G. Wegers zeigt in gemalten Szenen das Leben und die Legende Katharinas; das bronzene Taufbecken von 1440, gegossen von D. Molner, stellt sie unter den Aposteln dar.
Die Kirche steht im Neustädter Viertel am Ostufer der Havel. Das Hauptsüdportal öffnet sich unter der Südvorhalle des späten 15. Jahrhunderts, deren Obergeschoss einst eine Bibliothek beherbergte. Der Innenraum ist ebenerdig zugänglich; der Steinboden und die erhöhten Emporen verlangen bei eingeschränkter Mobilität Aufmerksamkeit.
Das bronzene Taufbecken von 1440 in der Nordkapelle wurde von D. Molner in Erfurt gegossen. Der achteckige Kessel steht auf einem runden, mit vier Drachen besetzten Fuß, vier Löwen umlagern ihn, und den Deckel bekrönt ein Pelikan als Symbol der aufopfernden Liebe Christi.
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