Schloss Hambach, Mittelalterliches Schloss in Niederzier, Deutschland
Schloss Hambach ist eine mittelalterliche Befestigung in Niederzier mit ursprünglich vier Ecktürmen aus Ziegelstein, von denen heute drei Türme und Teile der Flügel erhalten sind. Das Gebäude zeigt ein rechteckiges Grundriss und wurde über Jahrhunderte hinweg mehrmals umgebaut und angepasst.
Der Graf Walram begann den Bau 1280 als befestigte Anlage der mittelalterlichen Herrschaft. Während der Renaissance entwickelte sich die Anlage unter Herzog Wilhelm V zwischen 1558 und 1565 zu einer Jagdresidenz.
Der Name des Schlosses lebt im Hambacher Forst weiter, dem wildreichen Wald, in dem Herzog Wilhelm V. und sein Gefolge im 16. Jahrhundert von hier aus jagten. 1659 tagte der Landtag des Herzogtums Jülich in diesen Mauern, ab 1769 beherbergte der Bau ein Kloster. Seit 1845 gehört er der Familie Claessen, deren Nachfahren bis heute darin wohnen.
Die erhaltenen Ruinen und die beiden den Eingang flankierenden Türme wurden 1998 bis 2002 restauriert und dienen heute als Wohnungen; die Anlage ist kein Museum und hat keinen regelmäßigen Rundgang. Nach dem Zweiten Weltkrieg war nur noch der Burggraben verpachtet, und seit 1845 wohnt hier die aus Frankfurt stammende Familie Claessen. Betrachten Sie das Äußere vom öffentlichen Weg aus und bleiben Sie innerhalb der markierten Grenzen.
Die Pulverexplosion von 1512 zerstörte das Schloss, das anschließend durch Herzog Johann wieder aufgebaut und erweitert wurde. Die heutige Vierflügelanlage mit Ecktürmen entstand beim Renaissanceumbau 1558–1565 unter Wilhelm V. nach Plänen von Alessandro und Maximilian Pasqualini.
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