Stausee Oberilzmühle, Stausee in Salzweg, Deutschland.
Der Stausee Oberilzmühle ist ein künstliches Gewässer entlang der Ilz in der Region Salzweg. Das Becken liegt inmitten von dichtem Wald und bietet Badestrände sowie Zugänge zur Wasserfläche.
1939 kaufte die Stadt Passau die Oberilzmühle für ein Wasserkraftwerk; ab Mai 1942 ging das Projekt an die Arno-Fischer-Forschungsstätte über, und Häftlinge des Außenlagers Passau I des KZ Mauthausen führten die Bauarbeiten bis in die letzten Kriegstage durch. Nach 1945 vollendeten die Stadtwerke Passau das Werk von 1951 bis 1955 in konventioneller Technik; seit 1953 ist es in Betrieb. 1965 und 1966 wurde die Staumauer erhöht, wodurch die Leistung auf maximal 500 Kilowatt stieg.
Der See dient der Naherholung: Am Westufer liegt ein öffentliches Badestrand, am Ostufer ein inoffizieller FKK-Bereich. Wegen Verunreinigung der Ilz mit Faulschlamm kommt es immer wieder zu Badeverboten, und im August kann eine Algenblüte die Wasserqualität des Stausees erheblich verschlechtern.
Das Gebiet lässt sich vom Zentrum Salzwegs aus erreichen und verfügt über Parkplätze in der Nähe. Im Sommer sind die Strandbereich gut begehbar und frei zugänglich.
Seit 2007 umgehen Fische über einen Fischweg auf der Westseite die 19 m hohe und 110 m lange Gewichtsstaumauer. Der See ist rund 5 km lang, im oberen Teil nur 40 bis 50 m, im unteren bis 200 m breit; die maximale Tiefe beträgt 14 m.
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