Schloss Schwedt, Barockschloss in Schwedt/Oder, Deutschland
Schloss Schwedt war eine dreiflügelige Barockresidenz nach niederländischen Vorbildern, mit zwei Türmen an der Gartenfassade und einem giebelgeschmückten Mittelrisalit. Eine 100 Meter breite Kastanienallee führte zum Ehrenhof an der Stadtseite. Den Nordflügel errichtete Martin Heinrich Böhme 1701–1704, nachdem Cornelis Ryckwaert das alte Renaissanceschloss bis 1685 umgebaut hatte.
1670 löste Kurfürstin Dorothea, zweite Frau des Großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm, das Lehen Schwedt ein, um ihrem ältesten Sohn Philipp Wilhelm, der keine Thronaussichten hatte, eine Residenz zu hinterlassen. Der holländische Architekt Cornelis Ryckwaert baute das ruinöse Renaissanceschloss von 1553–1569 bis 1685 um und integrierte erhaltene Bauteile; Martin Heinrich Böhme errichtete 1701–1704 den Nordflügel. Bis 1945 blieb das Schloss im Besitz der Hohenzollern.
Das Schloss gab der hohenzollernschen Nebenlinie Brandenburg-Schwedt ihren Namen, der es ab 1689 als Residenz diente. An seinem Standort steht heute das Kulturhaus mit den Uckermärkischen Bühnen Schwedt; der frühere Schlossgarten wurde 2009 bis 2012 zum Europäischen Hugenottenpark, in dem Kopien von sieben Sandsteinplastiken Friedrich Christian Glumes und eine Sonnenuhr von 1740 zwischen altem Baumbestand stehen.
Das Schloss steht nicht mehr: Die Ruine wurde 1962 gesprengt, die letzten Reste bis 1969 beseitigt. An seiner Stelle steht das Kulturhaus mit den Uckermärkischen Bühnen Schwedt. Der ehemalige Schlossgarten, 2009 bis 2012 zum Europäischen Hugenottenpark umgestaltet, ist frei begehbar und bewahrt alten Baumbestand, Kopien von sieben barocken Sandsteinplastiken und eine Sonnenuhr von 1740.
Ein Modell des Schlosses wurde durch Spenden von Bürgern finanziert und steht heute an dem historischen Ort. Neben dem Modell wurden sieben barocke Sandsteinskulpturen nachgebildet und eine Sonnenuhr von 1740 erhalten.
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