Erbgroßherzogliches Palais, Barockpalais in Karlsruhe, Deutschland.
Das Erbgroßherzogliche Palais ist ein Schloss im Barockrevival-Stil in Karlsruhe mit einer zweigeschossigen Fassade, mittiger dreiachsiger Projektion und hohem Eingangsportal. Eine gläserne Kuppel über der Großen Treppe prägt das Innere des Gebäudes.
Das Gebäude wurde zwischen 1891 und 1897 für Kronprinz Friedrich II. von Baden und seine Frau Hilda von Nassau nach Plänen des Architekten Josef Durm errichtet. Die Baustelle markierte den Übergang von der klassizistischen zur modernen Architektur Karlsruhes.
Die Innenräume zeigen eine Marmortafel, die an 34 Richter und Anwälte erinnert, die während des Zweiten Weltkriegs in sowjetischer Gefangenschaft starben. Diese Gedenktafel prägt die Würde des Ortes und erinnert Besucher an die Geschichte der deutschen Justiz.
Das Gebäude beherbergt seit 1958 den Bundesgerichtshof, das höchste Gericht für Zivilfälle in Deutschland. Besucher sollten beachten, dass es sich um ein aktives Gerichtsgebäude handelt und der Zutritt eingeschränkt sein kann.
Die vier Hektar große Parkanlage verbindet Gartenelement aus der Zeit von Weinbrenner mit der späteren Neugestaltung durch Durm. Diese Schichtung von zwei Epochen macht die Grünanlagen zu einem versteckten Schatz, den viele Besucher übersehen.
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