Amalienschlösschen, Ruinenpalast im Nymphengarten, Karlsruhe, Deutschland
Das Amalienschlösschen war ein kleines Jagdschloss mit eleganten Räumen, von denen der zentrale Spiegelsaal durch seine kreisrunde Form mit flacher Kuppel besonders bemerkenswert war. Das Gebäude zeigte die Merkmale des Rokoko mit feinen Stuckarbeiten und meisterhaften Schnitzereien, die verschiedene Zimmer wie das Blaue Kabinett verbanden.
Das Schloss wurde zwischen 1734 und 1739 für die Kurfürstin Amalia als Jagdpavillon errichtet und diente mehrere Jahrzehnte als Ort der Erholung. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude durch Bombardierungen vollständig zerstört und existiert heute nur noch als Ruine.
Das Schlösschen war ein Ort der höfischen Unterhaltung und Jagd, wo die Kurfürstin ihre Freizeit verbrachte und Gäste empfing. Die Räume zeigten damals die Vorliebe des Adels für prächtige Ausstattungen mit Spiegeln, feinen Möbeln und kunstvollen Wanddekorationen.
Die Ruine befindet sich im Nymphengarten zwischen dem Naturkundemuseum und dem Ettlinger Tor, wo man sie beim Spaziergang durch den Park entdeckt. Der Zugang ist frei und jederzeit möglich, da es sich um eine offene Gartenanlage handelt.
Die Künstler Joachim Dietrich und Johann Baptist Zimmermann schufen die aufwändigen Holzschnitzereien und Stuckarbeiten, die das Gebäude kennzeichneten. Ihre handwerkliche Arbeit war typisch für die beste süddeutsche Kunstfertigkeit des 18. Jahrhunderts.
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