Erdzeichen, Erdskulptur am Flughafen München, Deutschland
Erdzeichen ist eine große Bodenkunstarbeit bei München mit geometrischen Furchen und Kiesbänken, die über 270 mal 170 Meter Fläche verteilt sind. Diese Strukturen bilden kreisförmige Muster und Wellenbewegungen, die sich je nach Jahreszeit und Lichtverhältnissen anders darstellen.
Die Arbeit wurde 1995 von Wilhelm Holderied und Karl Schlamminger vollendet und entstand als Teil der Strategie des Flughafens, Kunst in Verkehrswege zu integrieren. Die Entstehung ermöglichte es den Künstlern, großflächige bodengestalterische Ideen in einem industriellen Umfeld zu realisieren.
Das Erdzeichen zeigt Verbindungen zur Land-Art-Bewegung der Moderne, wobei die Furchen und Kiesbänke regelmäßig neu geformt werden. Die Arbeit verdankt ihre Inspiration lokalen Traditionen der Landgestaltung und zeitgenössischen künstlerischen Ansätzen.
Sie können das Werk am besten von Terminal 2 des Flughafens aus beobachten, wo die Muster von erhöhten Positionen deutlicher werden. Besucher sollten beachten, dass sich die Sichtbarkeit je nach Lichteinfallsrichtung und Jahreszeit erheblich ändert.
Etwa vierhundert Bürger beteiligten sich an der Finanzierung dieser Bodenkunst, was die gemeinschaftliche Unterstützung für das Projekt widerspiegelt. Der Fotograf Klaus Leidorf dokumentierte die Verwandlungen des Werkes aus der Luft über die Jahre hinweg.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.