Büchenberg Pit, Historische Eisenerzgrube in Oberharz am Brocken, Deutschland
Die Büchenberg-Grube ist ein ehemaliger Eisenerzbergbau in Oberharz am Brocken, im deutschen Harz, mit unterirdischen Stollen und Abbaukammern, die in den Fels gehauen wurden. Das Grubengebäude an der Oberfläche und die zugänglichen Untertageabschnitte geben einen direkten Einblick in die Arbeits- und Fördertechnik des Harzer Erzbergbaus.
Der Abbau von Eisenerz am Büchenberg begann im Mittelalter und erreichte seinen Höhepunkt während der Industrialisierung im 18. und 19. Jahrhundert. Der Betrieb wurde 1954 eingestellt, als die verbleibenden Erzvorräte nicht mehr wirtschaftlich abbaubar waren.
Das Büchenberger Stollensystem ist heute Stempelstelle Nummer 37 im Harzer Wandernadel-Netz, einem Stempelsystem, das Wanderer durch die Region führt. Wer alle Stempelstellen sammelt, erhält eine Auszeichnung und erkundet dabei viele historische Orte des Harzes.
Der Besuch erfolgt in der Regel im Rahmen einer geführten Tour, da der Zutritt zu den Untertageabschnitten ohne Begleitung nicht möglich ist. Im Inneren ist es kalt und feucht, daher sind warme Kleidung und festes Schuhwerk empfehlenswert.
Die Erzformationen im Inneren der Grube enthalten sichtbare Mineraladern, die für einen Laien deutlich erkennbar sind und zeigen, warum dieser Bereich ursprünglich für den Bergbau ausgewählt wurde. Solche natürlichen Ablagerungen sind selten so gut zugänglich und direkt beobachtbar.
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