Bodfeld, Mittelalterliche königliche Jagdpfalz in Oberharz am Brocken, Deutschland
Bodfeld ist eine Burgruine auf einer Hügelkuppe namens Schloßkopf, wo noch Grundmauern des ehemaligen Kaiserpalasts mit runden Türmen und Versammlungshallen erkennbar sind. Die Anlage erstreckt sich über mehrere Ebenen und zeigt Überreste verschiedener Gebäudekomplexe aus der Herrschaftszeit der Ottonen und Salier.
Der Ort war bereits im 10. Jahrhundert ein bedeutender Sitz der deutschen Könige und wurde später unter den Salier-Herrschern weiter ausgebaut. Heinrich III., einer der einflussreichsten Herrscher des Heiligen Römischen Reiches, verbrachte seine letzten Tage dort und starb am 5. Oktober 1056 auf dieser Burg.
Die Burg war eng mit dem Leben am Hof verknüpft, wo Könige und Kaiser während ihrer Jagdausflüge in den Harz verweilten und die Verwaltung der Erzgewinnung überwachten. Besucher können heute noch nachvollziehen, wie wichtig dieser Ort für die Machtausübung und Kontrolle der Region war.
Die Ruinen sind von Elbingerode aus über mehrere Wanderwege erreichbar, darunter die Erzgrube Büchenberg-Schleife und die Schornsteinberg-Runde, die verschiedene Landschaften durchlaufen. Besucher sollten festes Schuhwerk tragen, da die Wege uneben sind und der Ort auf einem Hügel liegt.
Historische Aufzeichnungen deuten darauf hin, dass mindestens 17 verschiedene Könige und Kaiser den Ort besuchten, darunter Heinrich I. und Otto I., was die herausragende Bedeutung des Platzes unterstreicht. Diese vielen Besuche zeigen, dass die Burg nicht nur ein gelegentlicher Aufenthaltsort war, sondern ein bevorzugtes Ziel der Herrscherdynastien.
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