Burgruine Birkenfeld, Burgruine in Rübeland, Oberharz am Brocken, Deutschland
Die Burgruine Birkenfeld ist die Ruine einer kleinen Spornburg auf einem 450 m hohen Kalksteinrücken südlich der Bode bei Rübeland. Im Südwesten sind die 1,65 m dicken Grundmauern eines rechteckigen Wohnturms von 8,40 m × 11,55 m erhalten, dessen Nordmauer etwa 5 m höher liegt als die Südmauer. Östlich davon befindet sich ein tiefer gelegener Burgplatz von rund 7 m × 20 m, von dessen Ringmauer Teilstücke zeugen.
Die Burg wurde vermutlich im 12. Jahrhundert zum Schutz der Eisenhütten von Rübeland, damals Birkenfeld genannt, und als Grenzposten des Bodfelder Forstes angelegt. Sie wird 1260 als Bergvelt, 1319 als Berichsvelde und 1652 als Bergkfelde erwähnt. Anfang des 14. Jahrhunderts wurde sie zerstört, wahrscheinlich während der Fehde zwischen Landgraf Friedrich III. und Herzog Albrecht I. von Braunschweig-Grubenhagen, und erscheint auf Matthäus Merians Stich von 1654 bereits als Ruine.
Der Name Birkenfeld stammt vom Namen der Burg, die 1260 als Bergvelt, 1319 als Berichsvelde und 1652 als Bergkfelde erwähnt wird; die nahe Ortschaft Rübeland hieß früher Birkenfeld. Für 1335 bis 1443 ist ein halberstädtisches Ministerialgeschlecht nach der Burg überliefert, und 1361 ernannte Bischof Ludwig die Brüder Heisin und Dytherich van Barkinvelde zu Vögten der nahen Königsburg. Die eingeebnete Unter- und Vorburg dient heute als Schützenplatz.
Die Anfahrt führt über die B27 nach Rübeland und dann der Beschilderung zur Ruine. Auf dem Gelände gibt es keine Einrichtungen, weder Wasser noch Toiletten: Bringen Sie Wasser und festes Schuhwerk für die felsigen, unebenen Böden mit. Der eingeebnete Bereich von Unterburg und Vorburg dient heute als Schützenplatz.
Der Name Birkenfeld überlebte die Burg lange: Ein Adelsgeschlecht von Berckefeldt ist bereits 914 belegt, und 1134 wird ein Ritter Werner von Berckefeldt erwähnt, der auf der Pipinsburg bei Osterode wohnte und Kastellan der Burg Windhausen war. Die Burg selbst erscheint 1260 als Bergvelt, 1319 als Berichsvelde und 1652, nach ihrem Verfall, als Bergkfelde.
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