Wittmoor, Naturschutzgebiet zwischen Hamburg und Schleswig-Holstein, Deutschland
Wittmoor ist ein Naturschutzgebiet auf etwa 106 Hektar, das sich über einen Gebitsteil der Hamburg und Schleswig-Holstein erstreckt und Hochmoore, Wälder, Wiesen und Feuchtgebiete beherbergt. Das Gelände zeigt typische Merkmale einer norddeutschen Moorlandschaft mit wechselnden Lebensräumen.
Das Gelände wurde 1933 als Standort eines der ersten Konzentrationslager der Nazis genutzt, wo Häftlinge zum Torfabbau gezwungen wurden. Das Lager bestand für einige Jahre, bevor es seine Funktion verlor.
Der Ort wird von Besuchern heute vor allem als Naturraum wahrgenommen, doch Denkmäler entlang der Bundesstraße 432 erinnern an seine belastete Vergangenheit. Diese Mahnzeichen prägen das Bewusstsein für die Geschichte des Ortes während man die Landschaft durchquert.
Das Gebiet ist am besten mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar, da die nächste Bahnstation Poppenbüttel mehrere Buslinien anbietet, die zum Eingangsbereich führen. Besucher sollten wettergerechte Kleidung mitbringen, da das Moorgelände nass und matschig sein kann, besonders nach Regen.
Antike Holzwege, die das Moor durchqueren, stammen aus verschiedenen Epochen, darunter aus der Zeit um 330 n. Chr. und dem 7. Jahrhundert. Diese Pfade zeigen, dass Menschen schon sehr lange die Moorlandschaft nutzen.
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