Haus Niedernhofen, Ehemaliger Rittersitz in Hagen-Hengstey, Deutschland.
Haus Niedernhofen ist eine architektonische Struktur in Hagen-Nord, die auf einem Anwesen an der Ruhr entstand. Das Gelände liegt in unmittelbarer Nähe des heute durch Staudämme gestauten Hengsteysees.
Das Anwesen gehörte vom Mittelalter an zur Familie Ovelacker, die es über Generationen als Herrschersitz nutzten. Im 18. Jahrhundert endete ihre Herrschaft, und das Grundstück wechselte später zu industriellen Zwecken die Besitzer.
Der Name erinnert an die Familie von Ovelacker, die Niedernhofen als Lehen der Edelherren von Volmerstein, später der von der Recke-Volmerstein, trug. Lucia von Ovelacker war von 1526 bis 1542 Äbtissin des Stifts Herdecke. Der Adelssitz umfasste 169 Hektar, und sieben Höfe und vierzehn Kotten im Kirchspiel Boele waren ihm zehntpflichtig.
Oberirdisch ist vom Gut nichts erhalten: Die Reste liegen rund 150 Meter südöstlich des Koepchenwerks auf dem Grund des Hengsteysees. Die Stelle lässt sich nur vom Ufer oder vom Wasser aus betrachten, nicht betreten. Der See entstand, nachdem der Ruhrverband das Gelände 1919 gekauft hatte.
Das im 17. Jahrhundert errichtete Herrenhaus brannte 1857 ab und wurde nicht wieder aufgebaut; nur die Wirtschaftsgebäude wurden verpachtet. 1919 erwarb der Ruhrverband das Gelände für den Bau des Hengsteysees, und die Reste des Rittersitzes liegen heute etwa 150 Meter südöstlich des Koepchenwerks auf dem Seegrund.
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