Sportdenkmal Berlin-Grünau, Sportdenkmal am Dahme-Ufer in Grünau, Deutschland
Das Sportdenkmal Berlin-Grünau war ein Pyramidenstruktur aus etwa 300 beschrifteten Steinen, die von Wassersportclubs aus ganz Deutschland errichtet wurde und neben den Tribünen der Ruderbahnanlage am Ufer der Dahme stand. Die Steine wurden von verschiedenen Clubs eingereicht, um ihre Mitgliedschaften und Trainingsgemeinschaften zu dokumentieren.
Das Denkmal wurde 1898 eingeweiht, als Kaiser Wilhelm II. die Eröffnungsfeierlichkeiten besuchte und die Bedeutung des Sports für das Kaiserreich unterstrich. Jahrzehnte später, 1973, wurde die Struktur nachts von Behörden der Deutschen Demokratischen Republik abgerissen.
Die Inschriften auf den Steinen zeigen, welche Bedeutung die Wassersportclubs dem Denkmal beimaßen und wie sie ihre Verbundenheit mit dem Sport ausdrückten. Besucher können heute noch diese persönlichen Spuren erkennen, die von der Beteiligung vieler Clubs berichten.
Überreste des Denkmals sind heute im Grünauer Wassersportmuseum zu sehen, das an Samstagen geöffnet ist und Besuchern die Möglichkeit bietet, die erhaltenen Steine zu besichtigen. Das Museum liegt in unmittelbarer Nähe zum ursprünglichen Standort am Ufer.
Die genaue Anzahl der Steine und ihre genaue Verteilung nach der Abrissmaßnahme von 1973 bleibt teilweise ein Rätsel, da einige in verschiedene Archive und Museen gelangten. Diese zerstreuten Fragmente erzählen heute von der Zerstörung eines einst zusammenhängenden Kunstwerks.
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