Funkhaus Grünau, Rundfunkkomplex in Grünau, Berlin, Deutschland
Das Funkhaus Grünau ist ein vier Geschosse hohes Backsteingebäude mit etwa 7.500 Quadratmetern Fläche, das sich entlang der Dahme erstreckt und mit einer strukturierten Fassade sowie holzverkleideter Obergeschoss und umlaufender Galerie auffällt. Die Räume vermitteln eine klare Aufteilung zwischen den ehemaligen Sportbereichen im unteren Teil und den später hinzugefügten Broadcast-Funktionen in den oberen Ebenen.
Das Gebäude entstand zwischen 1929 und 1930 als Sporthaus der Danatbank und diente zunächst der körperlichen Ertüchtigung und Freizeit. Nach dem Zweiten Weltkrieg übernahm die sowjetische Verwaltung ab 1947 das Gebäude und nutzte es als Rundfunkzentrum bis 1956.
Die ursprüngliche Funktion als Sportgebäude prägt bis heute das Raumgefühl, mit großzügigen Hallen und Flächen, die für körperliche Aktivität ausgelegt waren. Die Umwandlung zur Rundfunkstätte spiegelt sich in den hinzugefügten technischen Räumen wider, die zeigen, wie der Ort neue Aufgaben übernahm.
Das Gelände befindet sich am Ufer der Dahme und ist von Wegen erreichbar, die einen freien Blick auf das Äußere des Gebäudes erlauben. Das Innere ist derzeit nicht zugänglich, und das Gebäude erfordert umfangreiche Renovierungsarbeiten, daher sollten Besucher nur das Äußere erkunden oder von außen besichtigen.
Zwischen 1951 und 1991 funktionierte das Gelände als Rundfunkschule, in der jährlich mehr als 20 Lehringe in Funktechnik und Sendertechnik ausgebildet wurden. Diese Schule war lange Zeit ein Zentrum der technischen Ausbildung für den Rundfunk in Ostdeutschland.
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