Fernmeldeturm Rostock, Telekommunikationsturm im Stadtteil Stadtweide, Rostock, Deutschland.
Der Fernmeldeturm Rostock ist ein 140 Meter hohes Betonbauwerk, das sich in Rostock-Stadtweide befindet und ausschließlich für Mobilfunkübertragung genutzt wird. Die Konstruktion besteht aus einem zentralen Schaft, der für die Verteilung von Signalen optimiert wurde.
Der Bau des Richtfunkturms Rostock-Stadtweide begann im Frühling 1968; im Herbst desselben Jahres wurde der Antennenträger in über 100 Metern Höhe montiert. Er war der wichtigste Senderstandort Rostocks und einer der ältesten Sendetürme in Stahlbeton-Bauweise in der einstigen DDR. In den 1990er-Jahren wurde er bei der Überführung von der Deutschen Post zur Deutschen Telekom komplett saniert; in der Nacht vom 4. auf den 5. August 2014 wurden seine Radio- und Fernsehausstrahlungen nach Rostock-Toitenwinkel verlagert.
Der Name des Turms rührt von seiner Funktion als Richtfunkturm für die Deutsche Post her. Zivil diente er der Ausstrahlung von Programmen des Ostsee-Studios Rostock wie Visite oder Musik und Snacks vorm Hafen. Weniger bekannt ist seine Einbindung in das UKW-Relaisfunknetz der Deutschen Volkspolizei, über das ein Rostocker Funkstreifenwagen eine Dienststelle in Dresden erreichen konnte.
Die Anlage ist von außen als markanter Punkt in der Stadtweide-Landschaft sichtbar und dient heute ausschließlich der Mobilfunkversorgung. Eine Besichtigung des Inneren ist nicht möglich, da der Turm funktionale Infrastruktur darstellt.
Nur wenige hundert Meter entfernt steht am Tannenweg bei 54°4'28" N 12°4'52" O ein zweiter, kleinerer Sendeturm. Er hat nichts mit dem einstigen Mittelwellensender südwestlich des großen Turms zu tun und wird heute von Mobilfunk-Betreibern genutzt.
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