Königin-Luise-Kirche, Neugotische Kirche in Waidmannslust, Berlin, Deutschland.
Die Königin-Luise-Kirche ist eine neugotische Hallenkirche in Waidmannslust, erbaut aus weißem Rüdersdorfer Kalkstein und rotem Rathenower Klinker. Der hohe quadratische Turm hat einen Sockel aus hellem Werkstein mit einem kleinen runden blauen Zifferblatt, darüber rote Backsteinobergeschosse mit hohen Spitzbogenfenstern und ein steiles rotes Pyramidendach mit kleinen Fialen. Das Schiff zeigt roten Backstein mit weißen senkrechten Streifen zwischen Spitzbogenfenstern. Die Orgel von 1966 aus der Werkstatt Eberhard Tolle hat 26 Register auf zwei Manualen und Pedal.
Die Planung begann 1910 im 100. Todesjahr der Königin Luise von Preußen, die Einweihung folgte am 9. Oktober 1913. Robert Leibnitz entwarf die Kirche; Kaiser Wilhelm II. wünschte den Portalgiebel nach dem Vorbild des Tangermünder Rathauses, Kaiserin Auguste Viktoria übernahm die Schirmherrschaft und ließ sich bei der Einweihung durch Prinz August Wilhelm vertreten. Zum Ende des Zweiten Weltkriegs schwer beschädigt, wurde die Kirche 1960–1961 unter Walter Krüger gründlich renoviert.
Der Name erinnert an Königin Luise von Preußen im 100. Todesjahr, als die Planung begann. Über dem südlichen Haupteingang steht in einer spitzbogigen Nische eine weiße Jugendstilstatue der Königin. Kaiser Wilhelm II. wünschte persönlich die Gestaltung des Portalgiebels nach dem Vorbild des Tangermünder Rathauses.
Das Gebäude ist von außen leicht erkennbar durch seinen hohen Turm mit roten Ziegeln und heller Steinbasis, was die Orientierung in der Nachbarschaft erleichtert. Besucher können Gottesdienste besuchen oder sich Musikkonzerte anhören, die regelmäßig im Saal stattfinden.
Ein Grabstein aus rotem Mainsandstein aus dem 17. oder 18. Jahrhundert, den Bauarbeiter beim Kirchbau am Bahndamm der Nordbahn fanden, wurde in die östliche Außenwand eingebaut. Er zeigt Christus, an einem eingeritzten Kreuz hängend, über einem Totenschädel.
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