Franziskanerkloster Füssen, Katholisches Kloster in Füssen, Deutschland
Das Franziskanerkloster Füssen ist ein religiöses Gebäudeensemble mit einer Kirche, die dem heiligen Stephanus gewidmet ist und auf erhöhtem Gelände am östlichen Rand der Stadt liegt. Der Komplex umfasst neben dem Gotteshaus verschiedene Räume für das Klosterleben und ist von typischer barocker Architektur geprägt.
Das Kloster wurde 1628 gegründet, nachdem der Fürstbischof Heinrich von Knoeringen und der Abt Martin von St. Mang Franziskaner aus dem Tiroler Reutte hierher brachten. Im Laufe des 17. Jahrhunderts entstanden weitere Wirtschaftsgebäude wie eine Brauerei und eine Destillerie, die das Kloster zu einem größeren wirtschaftlichen Zentrum machten.
Die Franziskaner pflegten in St. Stephan den Gesang in deutscher Sprache, was ihre Messen beim Volk beliebt machte; bis 1802 predigten sie zudem bei der Pfarrmesse in St. Mang. Die 1763 bis 1767 neu erbaute Kirche hat eine Rokokoausstattung hinter schlichter Fassade. Über dem Klostertor steht die Inschrift „Ende der Romantischen Straße“.
Das Kloster liegt im Zentrum-Osten Füssens und ist zu Fuß leicht zu erreichen, besonders wenn man die historische Altstadt erkundet. Besucher sollten beachten, dass es sich um ein religiöses Gebäude handelt und es zu bestimmten Zeiten weniger zugänglich sein kann.
Über dem Klostertor steht die Inschrift „Ende der Romantischen Straße“, und der Franziskanerplatz vor dem Kloster bietet einen Ausblick über die Altstadt von Füssen, der Quaglio-Blick genannt wird, da Domenico Quaglio ihn als Gemäldemotiv nutzte.
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