Friedhof Wilmersdorf, Gartendenkmal und Friedhof in Charlottenburg-Wilmersdorf, Deutschland.
Der Friedhof Wilmersdorf ist ein Gartendenkmal in der Berliner Straße mit mehreren Bestattungsbereichen, die als Abteilungen A, B und D gekennzeichnet sind. Die Fläche teilt sich in traditionelle Grabreihen, eine Krematoriumsanlage und einen Urnenholzforst, der unterschiedliche Bestattungsvarianten für Besucher zur Verfügung stellt.
Das Areal wurde 1886 auf Initiative der Gemeinde Deutsch-Wilmersdorf gegründet, um den wachsenden Bedarf der Bevölkerung des aufstrebenden Bezirks zu erfüllen. Die Gründung fiel in eine Zeit, als Berlin sich als Industriestadt ausdehnte und neue öffentliche Infrastrukturen benötigte.
Der Friedhof trägt den Namen des Bezirks und wird von Besuchern als grüner Ort wahrgenommen, wo die Architektur aus geometrischen Wegen und bepflanzten Flächen eine geordnete Struktur schafft. Die Gestaltung zeigt, wie der Raum für Trauer und Erinnerung mit gärtnerischen Mitteln gestaltet wurde.
Das Gelände ist rollstuhlgerecht erschlossen, sodass Besucher alle Bereiche ohne Barrieren erreichen können. Es ist ratsam, die Bereiche je nach Interesse zu erkunden und auf beschilderten Wegen zu bleiben, um sich leicht zu orientieren.
Richard Thieme, der Architekt hinter dem räumlichen Konzept, wurde nach seinem Tod im Urnenhain des Friedhofs bestattet, den er selbst entworfen hatte. Sein Grab existiert jedoch heute nicht mehr und ist damit eine vergessene Spur des Schöpfers in dem Werk selbst.
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