Haus Woord, Denkmalgeschütztes Gebäude in Bocholt, Deutschland.
Haus Woord ist ein zweistöckiges klassizistisches Herrenhaus aus Ziegel und Sandstein in Bocholt mit dekorativen Statuen im Eingangsbereich. Das Gebäude zeigt die charakteristische neuzeitliche Architektur eines wohlhabenden Privathauses aus dem späten 18. Jahrhundert.
Das Herrenhaus entstand zwischen 1792 und 1795 im Auftrag des Steuerdirektors Joseph von Raesfeld. Später übernahm der Textilunternehmer Ludwig Schwartz das Anwesen 1827 und prägte es zu einer bedeutenden Industriellenvilla um.
Die Statuen im Hof zeigen antike Götter und stammen aus dem frühen 18. Jahrhundert, als solche weltlichen Kunstwerke in Westfalen selten waren. Sie geben Besuchern heute einen Eindruck davon, wie wohlhabende Bürger ihre Häuser mit klassischen Motiven schmückten.
Das Anwesen wird heute von Privatwohnungen und einer Kanzlei genutzt, weshalb nur die äußere Architektur und der Hof von außen besichtigt werden können. Besucher können ohne Gebühren das Gebäude und seine Skulpturen von der Straße aus betrachten.
Die alten Rosskastanien, die lange Zeit das Gelände prägten, werden seit 2007 schrittweise durch Silberlinden ersetzt. Diese Bäume zeigen, wie auch historische Orte sich an aktuelle Bedingungen anpassen müssen.
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