Friedländer Große Wiese, Moorgebiet in den Landkreisen Vorpommern-Greifswald und Mecklenburgische Seenplatte, Deutschland.
Die Friedländer Große Wiese ist ein Feuchtgebiet aus Torf, das sich über etwa 100 Quadratkilometer erstreckt und zwischen den Brohmer Bergen und dem Galenbecker See liegt. Das Gelände wird von einem Netzwerk von Gräben durchzogen, das Wasser zu benachbarten Gewässern leitet und die feuchten Bedingungen für verschiedene Tier- und Pflanzenarten aufrechterhält.
Das Gebiet wurde ab dem 18. Jahrhundert mit dem Bau von Entwässerungsgräben erschlossen, später entstand die Moor-Cultur-Gesellschaft im Jahr 1887 zur gezielten Verwaltung. Diese Ineinander greifenden Maßnahmen prägten das Gelände nachhaltig und schufen die Voraussetzungen für lange Zeit wirtschaftliche Nutzung.
Das Schmalspurbahnnetz, ursprünglich für die Landverbesserung gebaut, entwickelte sich zur Mecklenburgisch-Pommerschen Schmalspurbahn.
Das Gelände ist am leichtesten zu erkunden, wenn man es bei trockeneren Bedingungen besucht, besonders nach längeren Regenperioden können Teile der Wege sumpfig werden. Gutes Schuhwerk und Vorsicht sind ratsam, und Ferngläser helfen, die vielfältige Vogelwelt aus sicherer Entfernung zu beobachten.
Der Torfboden ist wegen des sinkenden Grundwassers um bis zu 2,5 Meter abgesackt, was zu sichtbaren Geländeveränderungen und Herausforderungen bei der Erhaltung führte. Die EU-Life-Finanzierung ermöglichte Wiederherstellungsmaßnahmen, die darauf abzielen, diese Prozesse umzukehren und das Gelände zu stabilisieren.
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