Fulbert-Stollen, Mittelalterlicher Wasserlösungsstollen am Laacher See, Rheinland-Pfalz, Deutschland
Der Fulbert-Stollen ist ein mittelalterlicher Entwässerungsstollen in der Eifel in Rheinland-Pfalz, der durch vulkanisches Gestein unter dem Laacher See hindurchführt. Er ist rund 880 Meter lang und transportiert Wasser vom See in einen benachbarten Teich.
Der Bau wurde 1160 unter Abt Fulbert des Klosters Maria Laach begonnen, um Überschwemmungen zu verhindern und die umliegenden Ländereien nutzbar zu machen. Das Kloster leitete damit eines der bedeutendsten wasserbaulichen Vorhaben der Region in dieser Zeit.
Der Stollen trägt den Namen des Abtes Fulbert, der den Bau im 12. Jahrhundert in Auftrag gab, und erinnert so an die Rolle des Klosters Maria Laach bei der Gestaltung der Landschaft. Wer den Eingang besucht, sieht noch heute, wie das Wasser durch das Gestein fließt und die Verbindung zwischen Kloster, See und Umgebung spürbar wird.
Der Stollen ist dunkel und feucht, daher sind eine Taschenlampe und festes Schuhwerk empfehlenswert. Der Boden kann rutschig sein, weshalb Besucher langsam und vorsichtig gehen sollten.
Der Bau des Stollens senkte den Wasserspiegel des Laacher Sees so stark ab, dass die Mönche dadurch große Flächen neuen Landes gewinnen konnten. Noch heute verläuft das Wasser auf dem gleichen Weg wie im Mittelalter.
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