Franziskanerkloster Würzburg, Franziskanerkloster in Würzburg, Deutschland
Das Franziskanerkloster Würzburg ist ein Kloster der Franziskaner-Minoriten, gewidmet der Kreuzauffindung. Die 1280 vollendete Klosterkirche wurde von 1611 bis 1616 unter Fürstbischof Julius Echter von Mespelbrunn im Stil der Renaissance umgebaut. Das Renaissance-Portal mit dem Relief der Stigmatisation des Franz von Assisi schuf 1613 der Bildhauer Michael Kern. In der Kirche befindet sich eine Pietà aus der Werkstatt Tilman Riemenschneiders von um 1510.
Das Kloster wurde 1221 von Cäsar von Speyer mit Unterstützung des Fürstbischofs Otto I. von Lobdeburg gegründet und war eines der ersten Franziskanerklöster nördlich der Alpen. Die Kirche wurde 1280 vollendet. Am 3. März 1945 durch eine Fliegerbombe zerstört, wurde es wieder aufgebaut; nach einem Brand 1986 wurde die Klosterkirche im Stil des 13. Jahrhunderts wieder errichtet.
Das Kloster ist der Kreuzauffindung gewidmet, und die Franziskaner sind seit 1221 ununterbrochen in Würzburg ansässig, länger als an jedem anderen Ort Deutschlands. Das Renaissance-Portal von 1613 zeigt als Relief die Stigmatisation des Franz von Assisi und stammt vom Bildhauer Michael Kern. Der dritte Zweig der franziskanischen Familie, der Ordo Franciscanus Saecularis, trifft sich bis heute in den Räumen des Klosters.
Besucher können die Anlage auf eigene Faust erkunden oder an geführten Touren teilnehmen, die Einblick in die Gebäude und ihre Geschichte geben. Der Innenhof ermöglicht es, den historischen Kern des Viertels kennenzulernen und als Durchgang durch die Altstadt zu nutzen.
Im Refektorium tagte vom 13. bis 16. November 1848 die erste Deutsche Bischofskonferenz. An der Südwand der Klosterkirche befindet sich zudem eine Pietà aus der Werkstatt Tilman Riemenschneiders von um 1510.
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