Friedenskirche, Protestantische Kirche in Aue-Zelle, Deutschland
Die Friedenskirche ist eine 1912 bis 1914 am Hang des Zeller Berges in Aue-Zelle errichtete evangelisch-lutherische Kirche nach Entwürfen der Dresdner Architekten Rudolf Schilling und Julius Graebner, eine quergerichtete zentralisierte Anlage nach barockem Vorbild. Der 50 Meter hohe Turm trägt eine gestufte Kupferhaube und ein sechs Meter hohes vergoldetes Kreuz; von den Außenpfeilern zwischen den großen Fenstern schauen Steinreliefs der vier Evangelisten herab.
Die Kirche wurde von den Architekten Rudolf Schilling und Julius Graebner geplant und zwischen 1912 und 1914 erbaut. Das Projekt entstand in einer Zeit, als die Region um Aue wuchs und neue Gotteshäuser für die evangelische Gemeinde benötigt wurden.
Der ovale Innenraum wird von einer 15 Meter hohen Stuckkuppel überwölbt, die an Hunderten Stahlseilen hängt. Karl Schulz aus Dresden schuf die Buntglasfenster mit Szenen des Neuen Testaments; die Kanzelbrüstung ist mit Mosaiken aus grünem Serpentinit verkleidet, die Kreuz, Weintraube, Kelch, Taube und Anker zeigen. Stuckreliefs an den Emporenbrüstungen stellen flügellose Jugendstil-Engel dar.
Die Kirche befindet sich an der Kantstraße 2 in Aue-Bad Schlema und ist leicht zu erreichen. Besucher sollten sich vor Ort über aktuelle Öffnungszeiten informieren, da der Zugang je nach Veranstaltungen variieren kann.
Die drei Stahlglocken des Turms wurden 1913 vom Bochumer Verein gegossen und von der Stadt Aue mit 10.000 Goldmark finanziert; sie gelten als bedeutendstes Geläut der weiteren Umgebung. Seit den 1950er Jahren geht von der Kirche das weihnachtliche Auer „Turmblasen“ aus, und zur Adventszeit wird auf dem Turm ein beleuchtetes Holzkreuz angebracht, das weithin sichtbar ist.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 93.132 Mitwirkenden weltweit.