Galluswarte, Mittelalterlicher steinerner Wachturm an der Mainzer Landstraße im Gallus, Frankfurt, Deutschland
Die Galluswarte ist ein Wachturm aus Stein, der um 1400 in Frankfurt errichtet wurde und als Teil der mittelalterlichen Stadtverteidigung diente. Der Turm steht heute im Stadtteil Gallus und ist von außen gut sichtbar, obwohl er durch die Bebauung der modernen Stadt umgeben ist.
Zunächst stand hier ein hölzerner Wartturm, die Warte zu den guten Leuten, benannt nach der frommen Bruderschaft, die im Gutleuthof eine Leprastation betrieb. 1414 ersetzte ihn der erhaltene Steinturm, damals Galgenwarte nach dem östlich gelegenen Galgenfeld, wo der Frankfurter Galgen an der heutigen Taunusstraße stand. 1903 gab ihm die neue St.-Gallus-Gemeinde seinen heutigen Namen.
Der Name des Turms wandelte sich: Zunächst hieß er Warte zu den guten Leuten nach der frommen Bruderschaft, die im Gutleuthof eine Leprastation betrieb, dann Galgenwarte nach dem östlich gelegenen Galgenfeld, wo der Frankfurter Galgen an der heutigen Taunusstraße stand. 1903, mit Gründung der St.-Gallus-Gemeinde, wurde er in Galluswarte umbenannt.
Der Turm steht in der Nähe der Station Galluswarte und ist mit mehreren S-Bahn-Linien erreichbar, was einen guten Zugang bietet. Die umgebenden Straßen sind fußgängerfreundlich, und man kann das Gebäude von außen betrachten, auch wenn es nicht begehbar ist.
Der Turm ist einer der wenigen erhaltenen Überreste der mittelalterlichen Befestigungen Frankfurts, da viele Strukturen aus dieser Zeit während des Krieges verloren gingen. Seine Existenz macht ihn zu einem seltenen Zeugnis der ursprünglichen Stadtverteidigung in dieser Form.
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